Kritik an den Ausgaben und Entscheidungen des Kammervorstands
Doppelfunktion und Interessenkonflikte im Kammervorstand
Prof. Tavassol, Mitglied des Kammervorstands, hat einen Ruf nach Halle erhalten. Wie lässt sich diese Position mit seinen Verpflichtungen in Niedersachsen vereinbaren? Ist ein Beratervertrag in Niedersachsen ausreichend, um seine Wählbarkeit zu legitimieren?
Zudem bekleiden Dr. Lange und Dr. Vollmer gleichzeitig Ämter in den ZFN-geführten Vorständen von Kammer (ZKN) und Kassenzahnärztlicher Vereinigung Niedersachsen (KZVN). Diese Ämterhäufung wirft Fragen zu möglichen Interessenkonflikten und zur Vereinbarkeit der Arbeitsbelastung auf.
Der FVDZ sieht hierin ein Problem und fordert klare Regelungen zur Ämtertrennung.
Eingeschränkte Meinungsfreiheit im Kammerblatt
Leserbriefe werden im Kammerblatt nicht mehr veröffentlicht. Die Begründung: Sie seien „zu emotional“ und könnten die Ausgewogenheit der Berichterstattung gefährden.
Der FVDZ sieht darin eine Einschränkung der Meinungsfreiheit und fordert eine offene Diskussionskultur.
Restriktionen bei Kreis- und Bezirksstellenversammlungen
Einladungen zu Kreisstellen- und Bezirksstellenversammlungen dürfen nur mit Genehmigung des Kammervorstands versendet werden. Zudem werden von Kreisstellen- und Bezirksstellenvorsitzenden erstellte Einladungen ohne Rücksprache durch den Kammervorstand geändert und versendet.
Der FVDZ kritisiert diese Einschränkungen und fordert mehr Autonomie für die Kreis- und Bezirksstellen. Alle Vorsitzenden sind gewählt, ehrenamtlich tätig und brauchen keine Bevormundung von „oben“.
Fehlentscheidung beim Röntgenskript
Statt 60 relevanter Seiten umfasst das neue Skript über 180 Seiten mit zahlreichen fachlichen Fehlern.
Prof. Visser, Zahnarzt und Diplom-Physiker, kritisiert dies scharf:
„Hinsichtlich des eingekauften Fachkunde-Skripts kann ich vor einer Verbreitung im Namen der ZKN nur warnen. Sie würden auch keine Texte veröffentlichen, in denen von ‚Analgan-Plomben‘ oder ‚Kiefern-Orthopäden‘ die Rede ist. Leider ist der Text des neuen Skripts aus Sicht des Physikers oder Strahlenschutzexperten auf diesem Niveau. Das ist auch nicht mal eben zu reparieren, sondern zieht sich durch.“
Der FVDZ fordert eine fachlich fundierte Überarbeitung