Budgets dauerhaft abschaffen – GOZ anpassen

Alle für unsere Patienten und Patientinnen erbrachten zahnärztlichen Leistungen sind notwendig, medizinisch indiziert und müssen zum Erhalt des wirtschaftlichen Betriebes einer Zahnarztpraxis in vollem Umfang vergütet werden. Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) fordert die zukünftige Bundesregierung eindringlich auf, Budgets im zahnärztlichen Bereich dauerhaft abzuschaffen.  Es sind untaugliche Instrumente der Vergangenheit, stehen im krassen Widerspruch zur Freiberuflichkeit unseres Berufsstandes und führen nachweislich zu Leistungskürzungen zu Lasten unserer Patienten. 

Die Abschaffung von Budgets im Gesundheitswesen sichert nicht nur einen planbaren, wirtschaftlichen Betrieb von bestehenden Arztpraxen, sondern gibt unserem ärztlichen, zahnärztlichen Nachwuchs Mut und attraktive Perspektiven für die Zukunft. Es ist die einzig wirksame Maßnahme gegen den demographisch ausgelösten Mangel an Ärzten und Zahnärzten vor allem auf dem Lande. Der Antrag zur Abschaffung der Budgets wurde von der Fraktion des FVDZ bereits auf der Frühjahrs-Vertreterversammlung der KZVN im Mai 2022 gestellt und von der Versammlung einstimmig verabschiedet.

Weiterhin fordern wir seit Jahren die Anpassung der Punktwerte der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) an die Kostensteigerungen im Gesundheitssektor. Die Bundesregierung ist mit Zustimmung des Bundesrates ermächtigt, die Entgelte für zahnärztliche Tätigkeit in der GOZ zu regeln.

Alle bisherigen Bundesregierungen haben gegen die im Paragraphen §15 Zahnheilkundegesetz beschriebene Rechtsnorm verstoßen und seit 1988 die berechtigten Interessen der Zahnärzte und der zur Zahlung verpflichteten Patienten unbeachtet gelassen. Alle Bundesregierungen haben in den letzten dreißig Jahren das Gesundheitswesen durch Überregulierung gelähmt und ineffizient gemacht, bei den Leistungserbringern nachhaltig Vertrauen zerstört und zur Staatsverdrossenheit beigetragen.